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27.02.2018

Erfolgreicher Rückbau des Sendeturmes Thurnau


Jahrzehntelang auf Sendung, in wenigen Sekunden verschwunden: Am 27. Februar 2018 wurde der Sendemast in der Gemarkung Thurnau erfolgreich zurückgebaut. Schneidladungen trennten die Pardunen (Abspannseile) auf, der Mast landete anschließend zusammengefaltet im Zielgebiet auf dem Senderstandort Thurnau. Er war mit 248 Metern der dritthöchste Sendemast für Lang- und Mittelwelle in Deutschland. Mit einer Sendeleistung von 100 kW verbreitete er seit 1980 Radioprogramme des Deutschlandfunks über die Mittelwelle.

Die Programmverbreitung am Standort Thurnau wurde zum 31. Dezember 2015 abgeschaltet. Der Hintergrund: Die Radioverbreitung wird in Deutschland und auch international auf den digitalen Standard DAB+ umgestellt. Hierdurch können wesentlich mehr Radioprogrammen in besserer Klang- und Empfangsqualität mit Zusatzdiensten wie Nachrichten auf dem Display verbreitet werden. Daher gab es keinen Bedarf mehr an der Nutzung der Sendeanlage. Die analoge Radioverbreitung z.B. per Mittel-/Langwelle ist ein Auslaufmodell. Über eine Folgenutzung des Geländes am Standort ist laut Eigentümer, dem Sendernetzbetreiber MEDIA BROADCAST GmbH aus Köln, noch nicht entschieden.