Die Thurnauer Kirchen
St.-Laurentius-Kirche:
Von der ehemals spätgotischen Kirche ist der geostete Chorturm noch erhalten, während das fast quadratische Langhaus von je 3 zu 3 Achsen dem Neubau zwischen 1701 - 06 angehört.
Doppelemporen an der Nord- und Südseite. Stuckkanzel und Deckenstuck von Bernardino Quadri. Wiegleb-Orgel mit Orgelprospekt (1767) von Johann Gabriel Räntz. Patronatsloge (1731) der Grafen von Giech und der Freiherren von Künßberg; gearbeitet von Elias Räntz. Der Altar (1703) wird Elias Räntz zugeschrieben. Er zeigt das seltene Bild des lehrenden Christus. Deckenfresken von Gabriel Schreyer und Johann Adam Raab.
Öffnungszeiten:
Wintermonate: 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Sommermonate: 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Falls geschlossen ist, gibt der Anschlag an der Kirchentüre Auskunft, wo der Schlüssel für Besichtigung geholt werden kann.
Kath. Kirche St. Marien:
Erbaut 1953. Anlass für den schlichten Bau war der große Zustrom von Flüchtigen und Heimatvertriebenen aus den Ostländern nach dem 2. Weltkrieg. Zwei Glocken (1638 und 1758) aus Schlesien (Heinzendorf und Breslau) aus den Glockenlager in Hamburg zieren den Glockenturm. Auf einem Triptychon sind in den zwei Seitenflügeln die 14 Nothelfer und im Mittelteil der Hl. Laurentius dargestellt.
Eine handgeschnitzte Weihnachtskrippe mit Lindenholzfiguren von Erich Weiser aus Nordmähren zeigt die Darstellung der Geburt Christi und die Drei Könige von Weihnachten bis Lichtmess (2. Febr.) auf einer Fläche von 3 x 3 m.
Friedhofskirche:
Kubische Bauweise, schlichter, nahezu quadratischer Grundriss. Zeltdach mit vierseitigem Dachreiter als Uhrturm und spitzgeschweiftem Zwiebelhelm, denkmalgeschützt, trägt über dem korbbogigen Ostportal im Schlussstein die Jahreszahl MDLXXVI (1576).
Die Erbauung der Friedhofskirche erfolgte seinerzeit unter dem damaligen Pfarrer Johannes Weidner (von 1576 bis 1579 Ortsgeistlicher von Thurnau).
Seit 1614 wurde sie mehrmals erweitert und renoviert.





